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Recht / Zivilrecht 
Montag, 20.05.2019

Überwachungskamera des Nachbarn kann unzumutbar sein

Eigentümer einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) dürfen die Gemeinschaftsflächen nicht mit technischen Geräten (Video-Kameras, Dash-Cams oder sonstige Geräte, die zur Aufnahme von Bild und Ton geeignet sind) überwachen. Das hat das Amtsgericht München entschieden (Az. 484 C 18186/18).

Ein Eigentümer hatte mit einer “Wildkamera” versucht die Gemeinschaftsflächen zu überwachen, da bereits zwei Mal im Gebäude eingebrochen worden war. Sein Nachbar fühlte sich durch die Kamera gestört.

Die bloße Möglichkeit, von Überwachungskameras des Nachbarn erfasst zu werden, kann im konkreten Einzelfall unzumutbar sein, so das Gericht in seiner Urteilsbegründung. Gemäß § 14 Nr. 1 WEG sei jeder Wohnungseigentümer verpflichtet, von dem gemeinschaftlichen Eigentum nur in solcher Weise Gebrauch zu machen, dass dadurch keinem der anderen Wohnungseigentümer über das bei einem geordneten Zusammenleben unvermeidliche Maß hinaus ein Nachteil erwachse.

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